Nic.at zockt mit KMS Inkasso ab

HaltTäglich werden tausende neue Domains registriert. Jeder will sich noch schnell einen guten Domainnamen sicher, bevor er weg ist. Viele Projekte oder Ideen werden aber dann doch nicht umgesetzt. Sei es aus Zeitmangel oder weil die Geschäftsidee schlicht nicht aufgegangen ist. Macht ja nichts, eine Webseite kostet nicht viel und so kann man das Ganze wieder kündigen. Bei allen Registrierungsstellen auf der ganzen Welt ist das so, nur in Salzburg, da ticken die Uhren anders. Dort sitzt die österreichesche Domainregistrierungsstelle nic.at GmbH. Wenn man seinen Vertrag mit dem Provider, bei dem man die Domain registriert hat kündigt, geht die nic.at einfach davon aus, dass man die Domain bei ihr weiter registriert haben will. Dabei geht sie weiter davon aus, dass man auch ihre horrenden Preise akzeptiert. Eine Information darüber erhält man freilich nicht. Ebensowenig wird für die Domain ein DNS Eintrag gesetzt, ein Webspace zur Verfügung gestellt oder sonst irgend eine Leistung erbracht. Man kann also die .at Domain nicht nutzen und weiss in aller Regel gar nicht, dass sie noch registriert ist.

Erst ein Jahr später erhält man von KMS Inkasso ein Schreiben, dass man im Auftrag der nic.at einen vollkommen überzogenen Betrag für die Verwaltung dieser Domain. Auf ein Schreiben, dass die Domain längst gekündigt wurde, erhält man bloss eine vorformulierte Antwort, dass die Forderung zurecht besteht und man bezahlen soll sonst würde eine Klage eingebracht.

Trotz ausführlicher Recherchen im Internet habe ich bis jetzt aber keinen Bericht gefunden, wo tatsächlich eine Klage eingebracht wurde und/oder wie das Verfahren ausgegangen ist. Ich halte Sie aber gerne auf dem Laufenden.

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18 Kommentare zu "Nic.at zockt mit KMS Inkasso ab"

  1. Dont pay anything to this company! Just do not open letter from KMS Inkasso and send it back!

  2. Obwohl die KMS in eingen Briefen nochmals gedroht hat, eine Klage einzubringen, ist bis heute (4.8.) nichts derartiges geschehen. Ich gehe nicht davon aus, dass noch etwas kommt.

    Schade eigentlich, ein Urteil wäre schön gewesen um zu Zeigen, dass hier wirklich kein Anspruch besteht.

  3. Kam hierbei noch etwas raus? Bekam von unserer Nachmieterin eine Nachricht, dass ein Brief von dem Inkassobüro eintraf, da war ich doch sichtlich überrascht. Ich hatte eine weitere Domain über easyname registriert und diese ganz normal auslaufen lassen und nicht mehr verlängert. Sehe nicht ein wieso ich nun an NIC.at irgendwelche Gebühren zahlen sollte und finde das Vorgehen mit KMS doch sehr dreist.

    • Hallo Mirella

      Nein, da kam natürlich nichts raus. Die Anwälte von KMS wissen genau, dass Sie damit keine Chance haben einen Prozess zu gewinnen.

  4. Ich bekomme auch seit Anfang November Post von dem Inkassounternehmen wo es um at-Domains geht. Allerdings auch ohne jeglichen Beweis, dass die Forderungen berechtigt sind. Wenn ich diese Domains überhaupt mal hatte, muss das mehr als 5 Jahre her sein. Denn da hat mein Hoster gewechselt. Nach dreimal Post vom Inkassounternehmen kam heute Post von einem Grazer Anwaltsbüro. Sie haben das verfahren jetzt übernommen und wenn ich nicht innerhalb von 5 Tagen zahle werde ich verklagt.
    Was mich stutzig macht, die haben für ihre Dienste nur 40, 00 Euro draufgeschlagen. Dafür nehmen die hier nicht mal den Telefonhörer ab. Mal schauen ob eine Anklage kommt, dann müsste ich wohl doch mal einen Anwalt kontaktieren.

    • Hallo Wolfgang
      Bei mir ist jedenfalls keine Klage gekommen und auch sonst ist mir kein Fall bekannt, in denen Nic.at tatsächlich geklagt oder gar Recht bekommen hätte.

  5. Ich werde berichten, wenn noch was kommt

  6. Hallo Leute,

    mir ist das auch passiert.
    Es ging um eine Domain von vor 8 Jahren! Natürlich hab ich davon keine Dokumente mehr gehabt. Wie dem auch sei, ich hab das alles meinem Anwalt weitergeleitet der dann Einspruch gegen die Forderung erhoben hat. Tage danach kam ein weiteres Schreiben von KMS, ich solle die Kündigung als Beweis nachreichen.
    Mein Anwalt hat daraufhin nochmal nachgehakt und prompt am nächsten Tag wurde der Akt von NIC.at direkt schriftlich storniert! Klassischer Rückzug …

  7. Heute kam wieder ein Anwaltsschreiben. Sie haben jetzt angeblich Klage eingereicht und das Gericht werde sich ab dem 2.3. bei mir melden. Komisch nur, dass noch mal ein Zahlschein dabei war. Schauen wir mal ob sich ein Gericht meldet, wenn ja, gebe ich den Fall dann auch meinem Anwalt.

  8. Heute ist tatsächlich ein Mahnbescheid gekommen. Ich frage mich nur, warum von einem Amtsgericht in Berlin? Naja, da soll sich dann jetzt mal ein Anwalt drum kümmern. Ich werde berichten, wie es ausgeht.

    • Bin selbst auch betroffen. Hatte meine Domain bei INWX gekündigt. Anstatt das diese gekündigt wurde, wurde Sie an nic.at transferiert wo ich nun zahlen soll. Wie ging es aus Wolfgang?

      • Einfach nicht reagieren. In den meisten Fällen wird nicht mal ein Mahnbescheid beantragt.

        Und falls doch einer kommt: Einfach Widerspruch einlegen. Dann hört man von denen nichts mehr.

        Ich hab seit einem Jahr Ruhe von denen, nachdem sie mir ein ganzes Jahr Post geschickt haben.

        • Vor diesem Vorgehen muss ich akut warnen. In Österreich gibt keien Mahnbescheid. Wird nicht Reagiert, geht das Inkassobüro davon aus, dass auch auf eine Klage nicht reagiert wird. Darum ist es sehr wichtig, dem Inkassobüro zu Antworten und klar zu machen, dass Forderung unberechtigt ist und sich auf jeden Fall dagegen zur Wehr setzt.

          • sesebastiiansebastian | 15. Dezember 2015 um 20:01 |

            hallo,
            bin auch betroffen – habe für einen verein insg. drei “.at” domains abgeschlossen, die nach einem jahr nicht mehr gebraucht worden sind. habe nach erhalt der ersten rechnung sofort “gekündigt” und geschrieben, dass ich die domain nicht benötige und NIC diese sperren kann. jetzt der zweite brief vom inkassobüro – habe mail gesendet, wo ich schreibe, dass sämtliche forderungen unbegründet sind. meine frage – muss ich eine bestimmte form bei dieser stellungnahme einhalten? danke für eine antwort + liebe grüsse, sebastian

  9. Lieber Wolfgang,
    es wäre toll wenn Du uns sagst wie alles ausgegangen ist. Ist ja mittlerweile über ein Jahr vergangen seit dem Du den Mahnbescheid erhalten hast.
    Was meint ihr: Wenn das wirklich vor Gericht geht und der Richter diese ganzen Berichte über diese Machenschaften liest, wird er doch diese frechen Ungerechtigkeiten nicht akzeptieren!??

  10. hi, bin ebenfalls gerade aus allen wolken gefallen als von kms inkasso eine forderung in höhe von 79,88 wegen einer .at-domain kam, die ich bei inwx habe auslaufen lassen. das ist doch echt ne frechheit. wäre super, wenn die ebenfalls betroffenen eine empfehlung geben könnten bzw. einen erfahrungsbericht, wie es bei ihnen gelaufen ist. dank euch !!!

    • Leider kann und darf ich keine Konkrete Rechtsberatung erteilen. Aber ich würde auf jeden Fall dem Inkoassobüro antworten und mitteilen, dass die Forderung nicht zurecht besteht.

      Bei mir ist dann nicht weiter verfolgt worden. Das ist aber keine Garantie, dass es immer so ist.

  11. Ich plage mich nun auch schon seit Wochen mit diesem Inkassobüro herum! Die lassen nicht locker und schicken alle zwei Wochen einen Brief mit einer Zahlungsforderung. Vor einigen Wochen wurde mir allerdings auch ein Vergleich angeboten. Ich bin auf keine der Forderungen eingegangen und antworte jedesmal auf ihre Schreiben damit, dass ich nicht zahlen werde und die Ansprüche meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt sind.
    Ich denke, wenn die es ernst gemeint hätten, wäre schon längst eine Klage eingereicht worden.

    Wie sind die anderen Fälle ausgegangen? Ist ja nun schon ein paar Jahre her.

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