AKM Gebühren bei einer privaten Veranstaltung – Worauf sollte man achten?

MusikveranstaltungPlanen Sie eine private Veranstaltung bei der Musik aufgeführt wird, muss man als Organisator prüfen, ob für die Veranstaltung AKM-Gebühren bezahlt werden müssen. ZPO.at unterstütz Sie dabei.

Warum müssen AKM-Gebühren bezahlt werden?

Wer ein Musikstück komponiert oder den Text dafür schreibt, hat das Urheberrecht an diesem Werk. Er kann bestimmen, wer es verwenden darf. Wollen Sie bei Ihrem Event Musik veröffentlichen, brauchen Sie die Zustimmung des Künstlers oder des Rechteinhabers. Damit Veranstalter nicht mit jedem Künstler einzeln Verträge abschliessen müssen, haben sich zahlreiche Musikschaffende zur Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger, kurz AKM zusammengeschlossen. Die AKM verwertet die Urheberrechte für die Künstler treuhändisch und räumt Personen, die Musik nutzen möchten, gegen Bezahlung die entsprechenden Rechte ein.

Private Veranstaltungen

Für private Veranstaltungen müssen keine Gebühren bezahlt werden, wenn kein Erwerbszweck verfolgt wird. Das ist der Fall, wenn kein Eintritt verlangt wird, keine Getränke verkauft werden und die Musiker keine Gage erhalten. Zudem wird bei kostenlosen Werbeveranstaltungen eine Erwerbsabsicht unterstellt.

Voraussetzung für das Vorliegen einer privaten Veranstaltung ist weiters, dass die Veranstaltung nicht allgemein zugänglich ist. Auch eine geschlossene Gesellschaft kann öffentlich sein, wenn die Veranstaltung nicht in privatem Rahmen, Beispielsweise in einem Restaurant stattfindet. So gilt nach der Rechsprechung für Firmenfeiern eine AKM-Gebührenpflicht.

Wie hoch sind die AKM-Gebühren

Die Höhe der Gebühren für Veranstaltungen sind abhängig von der Teilnehmerzahl einerseits und den Eintritt andererseits. Für eine Veranstaltung bei der zwischen 100 und 150 Teilnehmer anwesend sind, kostet die Gebühr 17,54 Euro pro 1 Euro Eintrittpreis. Ist der Eintritt kostenlos gibt es Mindestgebühren, Die bei 9,86 Euro beginnen und bis zu 69,08 Euro bei 1000 Teilnehmern gehen. Für grössere Events werden pro weiteren 100 Teilnehmern jeweils 5 Euro fällig.

Was passiert, wenn eine Veranstaltung nicht angemeldet wird?

Sollten Sie Ihre Veranstaltungen nicht anmelden und jemand zeigt dies an, kann die AKM die doppelte Gebühr plus einen Verwaltungsaufwand in der Höhe von rund 7 Euro verlangen.

Wie kann man AKM Gebühren vermeiden?

Wenn Sie auf Ihrem Event Musik veröffentlichen aber keine AKM-Gebühren bezahlen möchten, können Sie freie Musik verwenden. Einerseits sind diese Stücke von Musikern, die bereits 70 Jahre tot sind, was natürlich nicht sehr modern Stücke sind oder setzen auf gemeinfreie Musik. Das ist Musik, die vom Künstlern zur allgemeinen und kostenlosen Verwendung freigegeben wurde. Hierzu gehört auch Musik, die unter der sogenannten Creative Commons Lizenz (CC) veröffentlicht wurde.

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