Kalte Progression

In jüngster Zeit ist immer wieder in den Medien von der kalten Progression die Rede. Aber was ist die kalte Progression genau? Der Begriff meint, dass man trotz einer Lohnerhöhung reale weniger Geld verdient als vorher. Das kann man am besten an einem Beispiel verdeutlichen:

Ein Arbeiter verdient nach Kollektivvertrag 1.500 Euro also 21.000 Euro pro Jahr bei 14 Gehältern. Sagen wir, die Inflation, also die Teuerung, würde bei 2,0 % in einem Jahr betragen. Nun vereinbaren die Sozialpartner eine Erhöhung um genau diese 2 % (in der Realität fällt sie sogar oft unterhalt der Inflation aus). Das Jahresgehalt liegt damit bei 21.420 Euro. Der Arbeiter hat also eine Lohnerhöhung um 420 Euro Brutto erhalten

Vom jährlichen Einkommen sind 11.000 Euro steuerfrei. Zwischen 11.000 und 25.000 Euro beträgt der Steuersatz 36,5%. Beim ursprünglichen Jahresgehalt von 21.000 Euro ergibt dies eine Einkommenssteuer von 3.650 Euro. Beim erhöhten Einkommen beträgt sie 3.803,3. Unser Arbeiter bezahlt daher -153,3 Euro mehr Steuern.

In anderen Worten, das Nettogehalt ist von 17.350 Euro auf 17.616 gestiegen. Das entsprich einer Lohnerhöhung von gerade einmal 1,5 % also ein Viertel unter der Inflationsrate.

Was plant die Regierung gegen die kalte Progression zu tun?

Das selbe, was sie seit 6 Jahren tut. Nichts – und darauf zu warten, dass sie endlich abgewählt wird und eine privilegierte Pension bekommen kann, von der jeder normale Steuerzahler nur träumen kann.

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